Unser Angebot

Sie haben einen Angehörigen oder eine Angehörige mit einer psychischen Erkrankung und damit viele Sorgen, viele Fragen zur Behandlung, zu Medikamenten und sonstigen Gesprächsbedarf.

Kommen Sie zu uns und profitieren Sie von den Erfahrungen anderer Angehöriger.

Wir treffen uns am 2. Donnerstag eines Monats, 19 Uhr in Ludwigsburg in der Hoferstraße 9a (Nähe Bahnhof, 1. Stock). Im August 2016 gibt es keinen

Gruppenabend.


Kontakt über            Mail: apk-lb@apk-lb.de

                                Fon:  0163 7165 034

 

Veranstaltungskalender ab 1.07.16 bis 30.06.17


 

Veranstaltungsort Ludwigsburg, Hoferstr. 9a, am Bahnhof. (bei allen Veranstaltungen)

 

Donnerstag, den 13.10.2016, 19 bis 20 Uhr referiert

Dr.med. Falk von Zitzewitz über das Thema Wie sieht die Behandlung einer Psychose heute aus? -Worin liegt der Fortschritt?“ Über diese wichtigen und spannenden Themen referiert der erfahrene Psychiater Dr. Falk von Zitzewitz, Ludwigsburg. Im Anschluss an den Vortrag ist Gelegenheit für Fragen gegeben.

 

 

Donnerstag, den 9.02.2017, 19:00 bis 20 Uhr

Depressionen sind sehr häufig und verursachen viel Leid für Betroffene und Angehörige. Nicht selten erleben Angehörige, wie sich ein aktiver Mensch immer mehr zu einem niedergeschlagenen Menschen Wandelt. Verzweifelt versuchen sie, diesen Menschen wieder zu aktivieren. Kann das gehen? Welche Hilfsmöglichkeiten gibt es? Herr Mende-Lechler, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, versucht Angehörige über die Krankheitsbilder zu informieren, Fragen zu beantworten und Ratschläge aus dem Behandlungsalltag zu geben.

 

Donnerstag, den 11.05.2017, 19:00 bis 20 Uhr

In diesem Vortrag geht es um Hilfen und Informationen für Angehörige und Betroffene die vom Landratsamt angeboten werden. Z. B. um Unterstützung für Betroffene durch Beratung sowie ggf.  Leistungen der Eingliederungshilfe nach Sozialgesetzbuch 12. Buch (SGB XII). Frau Haeck und Frau Forster als Vertreterinnen des Geschäftsteils Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung des Landratsamts Ludwigsburg stellen sich den Fragen der Besucher. Schriftliche Vorabfragen sind erwünscht an apk-lb@apk-lb.de

 

Wir sind Mitglied im Landesverband der Angehörigen psychisch Kranker Baden-Württ. e. V.

 

 

Forderungskatalog. Was sich in der Psychiatrie ändern muss!

1.    Der zielgerichtete Forschungsaufwand sollte wesentlich vergrößert werden. Internationale Forschungsergebnisse sind auszuwerten. Die Ergebnisse sollten unmittelbar in anwenderorientierter Form in einer zentralen Datei gespeichert und als Anwenderempfehlung zugänglich sein.

2.    Die Anwendung von Psychopharmaka sollte mit mehr Sorgfalt und Vorsicht erfolgen. Die Behandlungsrichtlinien müssen in kürzeren Zeiträumen angepasst werden.

3.    Extreme Nebenwirkungen von Neuroleptika, die die Lebensqualität der Erkrankten gravierend und/oder nachhaltig beeinflussen, sind in einer zentralen Datei erfasst werden. Die Datei könnte unter Obhut der Psychiater, der DGSP, der DGPPN oder der Organisationen der PEs bzw. Angehörigen geführt werden. Bei der Erfassung sollten insbesondere Alter, Geschlecht und Dosierungshöhe mit eingehen.

4.    Neuerkrankte sollten erheblich intensiver betreut werden, um Chronifizierungen zu vermeiden.

5.    HT (= Home Treatment) sollte flächendeckend eingeführt werden. Durch eine gesetzliche Vorgabe sollten alle Kassen zu HT gezwungen werden, ohne langfristig auszuhandelnde Einzelverträge.

6.    Prof. Vollmann schätzt die Zahl der Zwangs-behandlungen psychisch Kranker in der BRD auf 5 000 bis 10 000. Es sieht erheblichen Forschungsbedarf, um diese Zahl zu redu-zieren. Bis dahin sollten DGSP, PE- oder Angehörigen-Organisationen eine einrichtungsbezogene Erfassung von Zwangsmaßnahmen vornehmen.

7.    Pharmavertretern ist der Zugang zu Psychiatern und Kliniken zu untersagen.

8.    Die Zahl der Psychotherapeuten (und der Psychiater) muss wesentlich erhöht werden.

9.    MKT, eine Gruppentherapie nach Moritz sollte in einer Vernetzung zwischen Kliniken und Psychiatern ein festes Therapieangebot sein.

10. Das PANSS-Interview ist ein wertvolles Forschungsinstrument. Es dient dem Her-ausarbeiten von personenbezogenen Krankheitsentwicklungen über die Zeit. Es sollte zur Beobachtung der objektiven, individuel-len Gesundheitsentwicklung eingesetzt werden. Bei jährlicher Anwendung ist Sicherheit gegeben, dass der Patient nicht nur zum Rezeptempfänger wird. Das Instrument könnte den Status einer Krebsvorsorgeuntersuchung gewinnen.

11. Die Grenzen zwischen Kliniken und den nachfolgenden Hilfeeinrichtungen sollten eingerissen werden. Die Durchlässigkeit sollte wesentlich verbessert werden. Dazu sollten Coachs aufgebaut werden.

12. Die gesamte Teilhabesituation muss überdacht werden. Dies betrifft die niederschwellige Beschäftigung als auch die Eingliederungsmöglichkeiten ins normale Berufsleben. Zu oft werden Überforderung mit nachfolgender Frustration der Kranken durch die „Profis“ übersehen.

13. Durch eine breite Informationskampagne über psychische Krankheiten, deren erste Anzeichen und Heilungschancen sollte gestartet werden. Diese könnte zu rechtzeitiger Betreuung führen und viele Menschen vor einer Chronifizierung und lebenslangen Leid schützen. Politik, öffentlich rechtliche Medien und Aktion Mensch sind gefordert einzuwirken. Prof. Becker sieht das ebenso.

 

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