Unser Angebot

Sie haben einen Angehörigen oder eine Angehörige mit einer psychischen Erkrankung und damit viele Sorgen, viele Fragen zur Behandlung, zu Medikamenten und sonstigen Gesprächsbedarf.

Kommen Sie zu uns und profitieren Sie von den Erfahrungen anderer Angehöriger.

Wir treffen uns am 2. Donnerstag eines Monats, 19 Uhr in Ludwigsburg in der Hoferstraße 9a (Nähe Bahnhof, 1. Stock) zum Gruppenabend.


Kontakt über          Mail: apk-lb@web.de

                                Fon: 01719448843

                    oder     Postfach 0184             

                                         71601 Ludwigsburg


Bankverbindung: Volksbank Ludwigsburg

BLZ 60490150      Konto-Nr. 832487007

 

  

 

Veranstaltungskalender ab 1.07.17 bis 30.06.18


 

Veranstaltungsort Ludwigsburg, Hoferstr. 9a, am Bahnhof. (bei allen Veranstaltungen)

 

Donnerstag, den 12.10.2017, 19 bis 20 Uhr 

Aus der Arbeit des Behindertenbeauftragten berichtet Herr Dr. Eckart Bohn, Ludwigsburg über seine oft nicht leichte Arbeit als Behindertenbeauftragter des Landkreises Ludwigsburg.

Sehr interessiert ist Herr Dr. Bohn an einem Meinungsaustausch, insbesondere über die Erwartungen der Teilnehmer an den Behindertenbeauftragten

 

 

Donnerstag, den 8.03.2018, 19 bis 20 Uhr.

Frau Notarin Gruner, Stuttgart, informiert über Gesichtspunkte, die für die Gestaltung eines Behindertentestamentes wichtig sind.

Bei kranken Menschen die staatlichen Hilfen zum Leben benötigen stellt sich im Erbfall die Frage, wird durch evtl. Rückzahlungen das zu erwartente Erbe mit den erhaltenen Leistungen verrechnet. Wie kann man sich in diesem Fall helfen.

 

Donnerstag 14. Juni 2018 um 19.00 Uhr informieren Lina Rödel, Dipl.-Sozialarbeiterin und Pia Haen, Dipl. Pädagogin, Sozialpsychiatrischer Dienst, SPDI über ihre Arbeit,

insbesondere zu den Schwerpunkten:
- Unterstützung nach einem Klinikaufenthalt
- Was bedeutet Soziotherapie?
- Welche Hilfe gibt es in der Beratung von Angehörigen?

  

 

Wir sind Mitglied im Landesverband der Angehörigen psychisch Kranker Baden-Württ. e. V.

 

 

Forderungskatalog. Was sich in der Psychiatrie ändern muss!

1.    Der zielgerichtete Forschungsaufwand sollte wesentlich vergrößert werden. Internationale Forschungsergebnisse sind auszuwerten. Die Ergebnisse sollten unmittelbar in anwenderorientierter Form in einer zentralen Datei gespeichert und als Anwenderempfehlung zugänglich sein.

2.    Die Anwendung von Psychopharmaka sollte mit mehr Sorgfalt und Vorsicht erfolgen. Die Behandlungsrichtlinien müssen in kürzeren Zeiträumen angepasst werden.

3.    Extreme Nebenwirkungen von Neuroleptika, die die Lebensqualität der Erkrankten gravierend und/oder nachhaltig beeinflussen, sind in einer zentralen Datei erfasst werden. Die Datei könnte unter Obhut der Psychiater, der DGSP, der DGPPN oder der Organisationen der PEs bzw. Angehörigen geführt werden. Bei der Erfassung sollten insbesondere Alter, Geschlecht und Dosierungshöhe mit eingehen.

4.    Neuerkrankte sollten erheblich intensiver betreut werden, um Chronifizierungen zu vermeiden.

5.    HT (= Home Treatment) sollte flächendeckend eingeführt werden. Durch eine gesetzliche Vorgabe sollten alle Kassen zu HT gezwungen werden, ohne langfristig auszuhandelnde Einzelverträge.

6.    Prof. Vollmann schätzt die Zahl der Zwangs-behandlungen psychisch Kranker in der BRD auf 5 000 bis 10 000. Es sieht erheblichen Forschungsbedarf, um diese Zahl zu redu-zieren. Bis dahin sollten DGSP, PE- oder Angehörigen-Organisationen eine einrichtungsbezogene Erfassung von Zwangsmaßnahmen vornehmen.

7.    Pharmavertretern ist der Zugang zu Psychiatern und Kliniken zu untersagen.

8.    Die Zahl der Psychotherapeuten (und der Psychiater) muss wesentlich erhöht werden.

9.    MKT, eine Gruppentherapie nach Prof. Moritz sollte in einer Vernetzung zwischen Kliniken und Psychiatern ein festes Therapieangebot sein.

10. Das PANSS-Interview ist ein wertvolles Forschungsinstrument. Es dient dem Her-ausarbeiten von personenbezogenen Krankheitsentwicklungen über die Zeit. Es sollte zur Beobachtung der objektiven, individuel-len Gesundheitsentwicklung eingesetzt werden. Bei jährlicher Anwendung ist Sicherheit gegeben, dass der Patient nicht nur zum Rezeptempfänger wird. Das Instrument könnte den Status einer Krebsvorsorgeuntersuchung gewinnen.

11. Die Grenzen zwischen Kliniken und den nachfolgenden Hilfeeinrichtungen sollten eingerissen werden. Die Durchlässigkeit sollte wesentlich verbessert werden. Dazu sollten Coachs aufgebaut werden.

12. Die gesamte Teilhabesituation muss überdacht werden. Dies betrifft die niederschwellige Beschäftigung als auch die Eingliederungsmöglichkeiten ins normale Berufsleben. Zu oft werden Überforderung mit nachfolgender Frustration der Kranken durch die „Profis“ übersehen.

13. Durch eine breite Informationskampagne über psychische Krankheiten, deren erste Anzeichen und Heilungschancen sollte gestartet werden. Diese könnte zu rechtzeitiger Betreuung führen und viele Menschen vor einer Chronifizierung und lebenslangen Leid schützen. Politik, öffentlich rechtliche Medien und Aktion Mensch sind gefordert einzuwirken. Prof. Becker sieht das ebenso.

 

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